Das Wichtigste in Kürze
- Die bekanntesten Anlageklassen sind Aktien, verzinsliche Wertpapiere (Anleihen oder Rentenpapiere), Immobilien und Rohstoffe, insbesondere Edelmetalle.
- Dabei unterscheiden sich die Assetklassen insbesondere hinsichtlich ihrer Liquidität, Renditechancen sowie den Wertschwankungen, denen sie unterliegen.
- Ziel der Vermögensstrukturierung ist, die zu den eigenen Zielen passenden Anlageklassen herauszufinden und miteinander zu mischen. Diese Kombination verschiedener Anlageklassen ergibt das sogenannte Portfolio.
- Je nach Anlegertyp ergibt sich ein bestimmtes Chance-Risiko-Profil. Das Profil ist Grundlage für die Aufteilung des Vermögens auf die verschiedenen Anlageklassen im Anlageportfolio (Asset Allocation).
- Das magische Dreieck der Geldanlage bietet eine erste Orientierung bei der Auswahl der passenden Anlageklassen.
Jede Assetklasse bringt spezifische Eigenschaften mit: Während einige Anlageklassen als volatil gelten, d.h. ihr Wert starken Schwankungen ausgesetzt ist, verläuft die Wertentwicklung anderer Assetklassen eher gleichmäßig. Insofern eignen sich einige Assetklassen eher für langfristige Anlagezeitraume, andere bereits für kurzfristige.
Rendite, Sicherheit & Flexibilität – das magische Dreieck der Geldanlage
Bei der Frage, welche Anlageklasse die richtige ist, geht es dem Großteil der Anleger um drei wesentliche Aspekte, die die Geldanlage bieten soll: Renditechancen, Sicherheit und Flexibilität.
Was vielen Anlegern nicht bewusst ist: Diese Anlageziele konkurrieren teilweise miteinander, sodass es im Ergebnis keine einzelne Anlageklasse gibt, die alle drei Zielsetzungen in ihrer maximalen Ausprägung erfüllt. Diese Wechselwirkung wird im Magischen Dreieck der Geldanlage deutlich und muss bei der Suche nach der passenden Geldanlage bedacht werden.
Der Mix macht's: Die Zusammenstellung von unterschiedlichen Anlageklassen im Portfolio
Investieren Sie Ihr Vermögen in zwei oder auch drei verschiedene Anlageklassen. Während die eine Assetklasse stärker für Sicherheit steht, bietet die andere höhere Renditechancen.
Bei einer Fonds-Anlage ist die Kombination mehrerer Assetklassen einfach und bequem möglich. In Ihrem Anlageportfolio können Sie Aktien-, Renten- und Edelmetallfonds individuell kombinieren, um die für Sie richtige Balance zwischen Renditechancen und Sicherheit zu erzielen.
Gut zu wissen: Flexibilität im Sinne von börsentäglicher Verfügbarkeit ist eines der grundlegenden Eigenschaften von Fonds.
Bevor Sie sich für eine Anlageklasse oder sogar bestimmte Fondsprodukte entscheiden, sollten Sie zuallererst die für Sie richtige Anlagestrategie bestimmen (lassen).
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Neben den bereits genannten Anlageklassen existieren noch weitere Assetklassen, in die Privatanleger ihr Geld investieren können. Einige Beispiele haben wir in der nachstehenden Übersicht für Sie zusammengetragen:
Klassische Anlageprodukte
- Sparkonto
- Geldmarkt
- Renten- oder Kapital-Lebensversicherung
Wertpapiere am Kapitalmarkt
- Aktien
- Anleihen
- Fonds
- ETFs
- Zertifikate
Immobilien
- direkter Immobilienkauf
- Immobilien-Aktien
- Immobilien-Fonds
Alternative Investments
- Rohstoffe
- Private Equity
- Hedgefonds
- Crowdinvesting
Damit gibt es unzählige Möglichkeiten für Privatanleger, ihr Geld anzulegen. Welche Anlageklasse die richtige ist, hängt von Ihrem individuellen Chance-Risiko-Profil ab und wie Sie die Bewertungskriterien des magischen Dreiecks – Sicherheit, Rendite, Liquidität – gewichten.
Im ersten Schritt muss die passende Anlagestrategie für Privatanleger ermittelt werden, die sich aus den Zielen, der finanziellen Situation, der Risikobereitschaft und den bisherigen Kapitalmarktkenntnissen ergibt. Je nachdem wie die vorhandene Vermögensstruktur des Anlegers aussieht, kann anschließend sein Kapital auf verschiedene Assetklassen wie z.B. Aktien, Anleihen und Rohstoffe aufgeteilt werden.
In einem Anlageportfolio erfolgt je nach Anlagestrategie eine prozentuale Aufteilung des Kapitals auf verschiedenen Aktien-, Anleihen-, und Edelmetallfonds, die wiederum Wertpapiere aus unterschiedlichen Branchen und Regionen beinhalten. Wie hoch z.B. der prozentuale Anteil von Aktienfonds in Ihrem Anlageportfolio ist, hängt in erster Linie von Ihrer Risikobereitschaft ab. Wer hohe Renditechancen anstrebt, ist mit einem hohen Aktienanteil gut bedient, muss aber auch ein höheres Risiko in Form von Wertschwankungen in Kauf nehmen.
Lexikon der Anlageklassen
Bei der Wahl der passenden Anlageklassen werden i.d.R. drei Aspekte betrachtet, die die eigene Geldanlage bieten sollte: Renditechancen, Sicherheit und Flexibilität. Diese Anlageziele konkurrieren jedoch miteinander, sodass es im Ergebnis keine einzelne Geldanlage gibt, die alle drei Zielsetzungen gleichermaßen erfüllt. Diese Wechselwirkung wird im Magischen Dreieck der Geldanlage deutlich und muss bei der Suche nach der passenden Geldanlage bedacht werden.
Im Ergebnis kann es deshalb lohnenswert sein, das eigene Vermögen in mehrere Assetklassen zu investieren. Während die eine stärker für Sicherheit steht, bietet die andere höhere Renditechancen.
Das Gute bei einer Fonds-Anlage ist: Anleger, die Aktien-, Renten- und Edelmetallfonds kombinieren, erzielen eine für sich passende Balance zwischen Renditechance und Sicherheit.
Als Asset Allocation wird die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Assetklassen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe bezeichnet. Asset Allocation wird häufig synonym zur Vermögens- oder Portfoliostrukturierung genutzt.
Als Portfolio (Fondsportfolio, Anlageportfolio) wird die Zusammenstellung verschiedener Assetklassen verstanden. Im Hinblick auf Fonds wird ein Anlageportfolio aus verschiedenen Fonds unterschiedlicher Assetklassen zusammengestellt. Ziel eines Anlageportfolios ist die breite Streuung der Risiken (Diversifikation).
Diversifikation beschreibt die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen und damit die Verteilung der Risiken einer Geldanlage auf mehrere Risikoträger. Ziel der diversifizierten Geldanlage ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Renditechancen und Sicherheit zu erlangen.
Vermögensallokation ist die deutsche Bezeichnung für Asset Allocation. Sie bezeichnet die Vermögensaufteilung auf verschiedene Anlageklassen mit dem Ziel, Risiken zu verteilen und Renditechancen zu nutzen.